In Trinidad

Kuba kulinarisch – oder: Immer ausreichend trinken!

Im März 2015 hat es Tobi und mich auf eine Rundreise nach Kuba gezogen. 7 Stationen mit dem Mietwagen in 3 Wochen. Die Karibikinsel hat natürlich so einiges zu bieten – und aus kulinarischer Sicht? Wir wollten vor allem dorthin, weil es ein so interessantes Land ist, das wir unbedingt noch erleben wollten, bevor irgendwann auch Mc Donald’s und Starbucks an jeder Ecke einziehen. Im Moment tut sich auf der Karibikinsel ja so einiges, aber wir waren zum Glück noch rechtzeitig da. Und es war wirklich wie eine Zeitreise. Dazu perfektes Wetter, schöne Landschaften und weit und breit kein Internet – das lässt einen so richtig abschalten.

Pure Lebensfreude und Gelassenheit

Das Land ist so bunt und vielfältig, manchmal dachten wir, wir stecken in nem Bilder- und Geschichtsbuch gleichzeitig. Die Kubaner haben wir als sehr nette, freundliche und vor allem lebensfrohe Menschen erlebt – man merkt eben, dass sie wenig haben, aber in jeder Sekunde versuchen, das Beste daraus zu machen. Die Kubaner haben nichts im Überfluss, außer Zeit – und die nutzen sie gut, indem sie sich zusammengesellen, feiern, Salsa tanzen, Musik machen und die Sorgen mal außer Acht lassen. Alles in allem ein unglaublich interessantes Land, über das man sicher tausend Blogbeiträge schreiben könnte. Aber wollen wir uns mal zusammenreißen – wir sind hier ja auf einem Gastro-Blog. :-)

Von deftiger Kost und leeren Regalen

Wenn wir reisen, liegt uns natürlich auch immer die Kulinarik am Herzen. Als wir beschlossen, nach Kuba zu fahren, war uns allerdings schon klar: Da werden wir wohl Abstriche machen müssen. Schließlich ist es eine Insel, wo wenig rein- und wenig rausgeht. Das Handelsembargo zwischen Kuba und den USA hat man noch deutlich gespürt – also lebt man eben mit dem, was man hat. Und wenn es mal im Supermarkt kein Wasser oder keine Tomatensauce gibt, dann gibt es diese Dinge eben solange nicht, bis nach einigen Tagen etwas nachgeliefert wird.

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Die kubanische Küche, auch kreolisch genannt, ist also eher kein Highlight, aber man lernt so auch eine sehr experimentier- und improvisierfreudige Küche kennen. Was häufig auf dem Speiseplan stand, waren schwarze Bohnen, Süßkartoffeln, Yuca, Reis, Kochbananen und jede Menge Fleisch. In manchen Regionen gab es außerdem häufig Lobster – zwar nicht in der typischen Hummerqualität, wie wir sie hierzulande kennen, aber durchaus genießbar!

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Bei der karibischen Hitze war das oft ganz schön heftig … Die Obststände am Straßenrand kamen uns da immer sehr entgegen, um zwischendurch mal etwas Leichtes zu futtern. Auch zum Frühstück gab es immer standardmäßig einen riesigen und liebevoll angerichteten Obstteller dazu. Ananas, Bananen, Papaya und Guaven waren fast immer dabei. Die Früchte schmeckten ganz anders und aus unserer Sicht häufig besser (da „ursprünglicher“ und unbehandelter) als die typischen importierten Obstsorten, die wir hierzulande kennen. Wie ganz eigene, neue Früchte. Da schmeckt man das andere Herkunftsland direkt durch!

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Dann eben lieber viel trinken

Wir haben also einiges ausprobiert und uns auf die kreolische Küche eingelassen, allerdings war uns auch schnell klar, dass wir für den Gasthof wohl keine großen Anregungen mitbringen können und dass wir uns auf Kuba also lieber den Getränken widmen. Wir haben uns direkt mit dem kubanischen Bier angefreundet, was sich wirklich sehr, sehr gut trinken lässt und was immer vorrätig war. Cristal hieß mein Favorit, Bucanero – das etwas stärkere, dunklere Pils – war Tobis Hauptnahrungsmittel in den 3 Wochen.

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Und natürlich der kubanische Rum … Fatal ist, dass der gute Rum aus dem Hause Havana Club einfach so günstig in Kuba ist, dass man einfach nicht dRUMheRUM kommt. So haben sich Mojito und Cuba Libre schnell zu unseren beiden Lieblingsbieren gesellt – und die guten Drinks haben das eher maue Essen vollkommen ausgeglichen. :-)

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Cocktails im Gasthof Küpper?

Wir haben uns natürlich auch die ultimativen Techniken der kubanischen Barkeeper angeschaut und würden mal von uns behaupten, dass wir einen ordentlichen Mojito hinbekommen. Im Urlaub ist mir dann aufgefallen, dass ich in den 16 Jahren, die ich im Service und an der Theke bei uns arbeite, vielleicht nur 5 Mal nach einem richtigen Cuba Libre gefragt wurde. Und wirklich noch nie nach einem Mojito! Der erste Gast, der mich demnächst aufgrund dieses Blogbeitrags danach fragt, bekommt einen aufs Haus. Ehrenwort! Wir sollten wirklich mehr Mojito trinken!

Das war also unser Kuba-Trip aus kulinarischer Sicht. Und wer interessiert ist, was wir außer Essen und Trinken noch so erlebt haben, der fragt uns einfach an der Theke!Hier trotzdem noch ein paar Eindrücke, weil es einfach so schön war!

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